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Dezember 31, 2011 / bjsinterception

Rezension: „Das Lied der Träumerin“ von Tanya Stewner

Es ist jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit her, dass ich das Buch „Das Lied der Träumerin“ von Tanya Stewner im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte – und als kostenloses Testleseexemplar bekam. Die Autorin begleitete die Leserunde und ich hatte daran viel Spaß. Auch kam ich mit Tanya Stewner zu einem kurzen, aber sehr schönen Austausch via Privatnachrichten auf Lovelybooks. Was soll ich sagen? Manchmal wird man auf Bücher erst aufmerksam, wenn man förmlich drauf gestoßen wird – so wie mir „Das Lied der Träumerin“ erst durch diese Leserunde zu Gesicht kam. Und manchmal sind es genau solche „Zufälle“, die etwas bewirken, das weit größer ist, als man zunächst annimmt.

Dieses Buch, aber auch der Austausch mit Tanya Stewner haben mein Leben in gewisser Hinsicht bereichert und daher kann ich dieses Mal nur ein extra großes Danke verlauten lassen – ein Danke an das Lovelybooks-Team, den FJB-Verlag, aber vorallem auch an dich, liebe Tanya! Manchmal sind es nur kleine Anstöße, die man benötigt, die einen aber näher zu seinen Träumen bringen. Danke für die Worte, die Du an mich gerichtet hast! Sie haben mir Kraft gegeben – mehr als es vielleicht scheint.

 

Nun aber zur Rezension….

Das Lied der Träumerin

 

„Das Lied der Träumerin“

 

Inhalt:

Angelia liebt die Musik und sie liebt auch das Leben. Sie ist ein Mensch, der sich von seinen Gefühlen leiten lässt und seine Träume verfolgt und dabei das Möglichste versucht, um diese wahr werden zu lassen. Der Weg zur Erfüllung ihres Lebenstraumes – Musikerin zu werden – gestaltet sich dabei wie der Lauf des Wassers: mal scheinen die Dinge leicht dahin zu fließen, dann wiederum gleicht ihr Leben einem stürzenden Fluss, der nicht enden wollend sein Ziel ansteuert und dabei wechselnde Schauspiele und Szenerien passiert.

In diesem Buch geht es um viel mehr als um Angelias Traum. Es geht hier vor allem auch um menschliche Beziehungen und die Art und Weise, wie diese auf ein menschliches Leben einwirken können. So wird Angelias Beziehung zu ihren Eltern ebenso beleuchtet, wie ihre Verbindungen zu den Menschen, die in ihr Leben treten als sie nach London geht, um dort die Musik, die sie in sich spürt, zu leben.

 

Stil:

Der Autorin Tanya Stewner gelingt es, Angelia ihre eigene Ausdrucksweise zu verleihen und dies bezieht sich auf weit mehr, als die Worte der Protagonistin. Die Art, die Angelias Emotionen, Handlungen und Gedanken beschreibt, stellt diese junge Frau als etwas Besonderes dar, wobei  anzumerken bleibt, dass dies auf den Leser sowohl positiv als auch negativ wirken kann. Angelias Charakter kann zum einen wundervoll, zum anderen nervend sein – dies hängt ganz von der Betrachtungsweise ab. Jedoch bin ich mir sicher, dass die Träumer unter den Lesern dort draußen die Großartigkeit ihres Charakterdesigns erkennen und lieben werden. In puncto Charakterdesign ist in „Das Lied der Träumerin“ ein facettenreiches Spektrum entstanden, das Charaktere umfasst, die in ihrer Darstellung leicht zu begreifen sind. Ganz gleich, ob man sich nun eher zu lebensfroheren oder dem Leben gegenüber negativer eingestellten Personen hingezogen fühlt, man dürfte hier wohl bedient sein. Dazu kommt, dass jedem der Charaktere etwas ganz Eigenes anhaftet und dies auch deutlich wird und umso mehr Faszination bewirken kann.

Häufig beschriebene Dialoge verleihen dem Charakterdesign durch die Darstellung verschiedener Meinungen und Inhalte, aber auch durch die Artikulationsweise an sich, eine nachwirkende Präsenz.

Der Schreibfluss erscheint mir im Übrigen als äußerst flüssig und gut lesbar. Fachliche Begriffe kommen vor, stellen jedoch auch für Unkundige meines Erachtens nach keine Stolpersteine dar.

Beschreibungen Londons und der gewählten Settings wirken zumeist detailliert, atmosphärisch und sind in der Lage, bildreiche Vorstellungen zu schaffen. Darüber hinaus entstand bei mir beim Lesen der Eindruck, als hätte Tanya Stewner viel Wert darauf gelegt, in diesem Bezug Anschaulichkeit zu schaffen und dabei – trotz gewisser Namensänderungen der Settings – reale Schauplätze in ihr Buch aufzunehmen.

Als unterstreichendes Stilmittel möchte ich auch die regelmäßigen Einstreuungen von Zitaten aus verschiedenen Bereichen zu Beginn der einzelnen Kapitel, sowie im Verlauf der Handlung (wie beispielsweise im Rahmen von Dialogen) ansprechen. Diese Zitate waren passend zur jeweiligen Situation, bzw. zu den Kapiteln gewählt. Wichtige Erkenntnisse für die Leser wurden so noch einmal extra betont und blieben mir beim Lesen dadurch umso besser in Erinnerung. Auch zeigte sich durch diesen Kniff eine gewisse Richtungslenkung bezüglich des zu setzenden Fokus.

 

 Aufmachung:
„Das Lied der Träumerin“ liegt mir in der Erstausgabe als Hardcover vor und umfasst 384 Seiten. Auf den ersten Blick fällt mir die farbliche Gestaltung des Buches ins Auge. Das sanfte Blau harmoniert gut mit dem rosa Papier, mit dem das Buch von innen ausgeschlagen ist. Die erste Assoziation, die diese Kombination bei mir hervorruft, ist die von Lieblichkeit. Dies wird unterstrichen durch die Rankenmuster und die geschwungene Schrift. Meinem Erachten nach ist es bei der Covergestaltung gut gelungen, etwas Träumerisches einzufangen. Durch die Abbildung der schwarz-weißen und vergleichsweise weniger feinen, dafür aber detailreichen, Kopfhörer und der damit verbundenen Schrift entsteht eine Art Kontrast zum sonst sehr harmonisch wirkenden Gesamtbild des Covers. Irgendwie wirken diese Kopfhörer etwas entrückt (jedoch auf angenehme Weise) und doch eingebunden. Sie erinnern mich an den Eindruck, den Angelia nach der Lektüre der ersten Seite auf mich gemacht hat.

 

Persönliche Wertung:

Tanya Stewners „Das Lied der Träumerin“ gehört für mich fraglos zu den besten Büchern, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen, wobei ich mir jedoch vorstellen kann, dass Herzmenschen eher ihre Freude mit diesem Roman haben werden als Kopfmenschen. Zweifellos jedoch regen Angelias Weg und all die Begegnungen, die sie dabei durchläuft, zum Nachdenken an und geben darüber hinaus Impulse, die den eigenen Lebensweg ändern können. Meine Empfehlung: Lesen und für sich selbst befinden, ob man dieses Buch zu seinen Favoriten zählen möchte, oder nicht: die Chance dazu ist groß.

 

Von fünf möglichen Sternen erhält dieses Buch von mir die Bestwertung und dazu noch ein kleines Plus in Klammern. *****(+)

 

Ich könnte jetzt noch einige Worte zu Tanya Stewner selbst verlieren, aber da verweise ich lieber auf Ihre HOMEPAGE. Ich denke, da bekommt man einen weitaus besseren Einblick, denn nur einige Worte sagen zu wenig. Außerdem bekommt Ihr dort auch einen Überblick über weitere ihrer Werke.

 

Ich kann es Euch nur wärmstens an Herz legen, „Das Lied der Träumerin“ selbst zu lesen…

 

Eure J.

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